Sola 09 1. Stufe

Unter dem Motto „Pro Pfadi Märchenstunde“ verbrachten die Wölfe und Bienli der Pfadi Ital Reding Bad Ragaz ein tolles Lager in Weisslingen.

Bad Ragaz. - Mit rund 50 verschiedenen Globi-, Pumuckl-, Papa Moll-, Pingu-, Kasperli- und Pinocchio-Kassetten im Gepäck – man wollte auch sicher genug Tonmaterial für eine Woche Pfadilager dabeihaben – versammelten sich die Leiter und Kinder am Samstagmorgen, dem 4. Juli 2009, als Kasperli, Räuber Hotzenplotz oder Pinocchio verkleidet am Bahnhof Bad Ragaz. Bereits nach dem Antreten spielten die Leiter die erste Kassette, Globi und die Bahn, ab. Denn mit Zug und Bus machten sich die Pfadis im Alter zwischen sieben und zehn Jahren auf nach Weisslingen (ZH) in der Nähe von Winterthur.


Verschiedene Helden

Jeder Tag stand unter einem anderen Motto. Bei der Anreise war Globi der Held und die Teilnehmer halfen ihm ein Hotel im Pfadiheim Weisslingen zu eröffnen. Mit Pumuckl bastelten sie ein Lagerandenken, nämlich den wuscheligen Haarschopf des Kobolden, und mit Papa Moll gingen sie auf die Tageswanderung. Dass man Quark nicht nur essen kann, sondern aufs Gesicht gestrichen auch sehr entspannend wirkt, das fanden die Wölfe und Bienli am Abend danach im Beauty-Salon heraus, wobei die Quarkmaske bei den Wölfen, also den männlichen Pfadis, besser ankam als bei den Bienli.
Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit und der Ausflug mit Pingu in die Badi fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Da aber die Badesachen schon bereit lagen, veranstalteten die Leiter ein Fussballturnier im Regen – nass wurde man dabei ja auch.


Ausflug zu den Grossen

Der Räuber Hotzenplotz entführte die Kinder zum Lagerplatz der älteren Pfadis, die in der Nähe ihre Zelte aufgeschlagen hatten. Dort gab es einen feinen Z’Nacht, nämlich Poulet mit verschiedenen Salaten. Nach einem Rundgesang am Feuer war auch dieser Tag schon wieder zu Ende und für einige stand die erste Nacht in einem Zelt überhaupt bevor.
Am Kasperli-Tag bastelten Wölfe und Bienli eine Handpuppe aus einem alten Socken und machten einen Ausflug zum Schloss Kyburg, wo sie das Leben auf einem Schloss näher kennenlernten und sogar mittelalterliche Gewänder anprobieren konnten. Natürlich durfte auch ein Kasperlitheater am Abend für die Kinder nicht fehlen.
Es war bereits der zweitletzte Tag des Lagers und heute hielt Pinocchio das Zepter. Da Pinocchio ab und zu lügt, musste man immer das Gegenteil sagen von dem, was man meinte. Dies konnte manchmal ziemlich verwirrend sein. Bei der Lagerolympiade konnten sich alle nochmals so richtig austoben. Wie jedes Jahr gab es auch in diesem Lager wieder eine Abschlussparty mit Tanz, Drinks und Mister und Miss Pinocchio Wahl.


Nur neun Teilnehmer

Viel zu schnell ging die Woche vorbei und die Heimreise stand bereits vor der Tür. Jetzt hiess es noch Rucksack packen, Heim putzen und zur Bushaltestelle gehen. Pünktlich fand sich die kleine Gruppe, dieses Jahr konnten leider nur neun Wölfe und Bienli am Lager teilnehmen, am Bahnhof in Bad Ragaz zum traditionellen Tschi-ai-ai ein.
Trotz den vielen tollen Erlebnissen war der eine oder die andere sicher froh, die Eltern wieder mal in die Arme schliessen zu können und am nächsten Morgen nicht mit einer Pumuckl oder Globi Kassette geweckt zu werden. Offenbar hatten die Leiter nämlich noch mehr Freude an den alten Kassetten als die Kinder.

Von Fabian Gartmann v/o Gizmo

22.01.2011, 14:50:30